Das Mitsegler ABC (von Thomas K. Klinger erstellt)
| A | |
| abfallen | Kursänderung, mit der der Bug weiter vom Wind weg dreht |
| achtern | hinten |
| andirken | mit der "Dirk" den (Groß-) Baum hochziehen |
| anluven | Kursänderung, mit der der Bug mehr zum Wind hin zeigt |
| auf ...-Bug fahren | auf Backbord-Bug oder Steuerbord-Bug fahren: in ersten Fall zeigen die Segel von der Schiffsmitte nach Backbord der Wind kommt von Steuerbord und im zweiten Fall ist es genau umgekehrt |
| B | |
| Backbord | in Fahrtrichtung (vorwärts) links |
| belegen | eine Schot in den Klemmring (oberer Teil) einer Winsch führen, so dass sie nicht mehr ausrauschen kann (sich nicht lösen kann) oder einen Festmacher auf einer Klampe mit Kopfschlag belegen, so dass dieser sich nicht mehr lösen kann. |
| Baum | am Mast angebracht hält der "Großbaum" das achterne Schothorn / Ende des Großsegels |
| Bug | vordere "Spitze" einer Yacht |
| D | |
| Dalben | Holz- / Metall- oder Betonpfahl, an dem eine Segelyacht festmachen kann |
| dicht holen | durch "ziehen" eine Schot oder ein Segel "dichter" ziehen bzw. holen |
| Dirk | hebt den (Groß-) Baum achtern / hinten an bzw. sichert ihn, so dass er nicht "runter fallen kann |
| F | |
| Fall | Schot / Leine, mit dem ein Segel hoch gezogen (gesetzt) wird -> Großfall, Fockfall, Spifall |
| Fender | luftgefüllte Schutzeinrichtung, die meistens seitlich ausgebracht wird |
| Festmacher | Leine, die zum festmachen am Kai, Steg, Dalben usw. dient |
| Fieren | kontrolliert Leine geben, um bspw. ein Segel bzw. die Segelstellung weiter zu öffnen |
| Fock | Bezeichnung für ein Vorsegel mit ‚normaler’ Größe – auch 100%-Fock |
| G | |
| Genua | übergroßes Vorsegel, das mit dem Großsegel überlappend gefahren wird. Vorsegel, weil es vor dem Mast gefahren wird. |
| Genuaschot | Leine / Schot, mit der die Segelstellung der Genua kontrolliert wird |
| Großfall | Leine, die das Großsegel am Mast hoch zieht |
| Großschot | Leine / Schot, mit der die Segelstellung des Großsegels kontrolliert wird |
| Großsegel | Segel, das hinterm Mast gefahren wird |
| H | |
| halber Wind | ein Kurs zum Wind mit nahezu rechtem Winkel zum vorherrschendem Wind |
| Halse | Kursänderung, bei der die Yacht mit dem Heck "durch den Wind geht" und somit erst einmal abfällt bis sie vor dem Wind ist, die Drehrichtung beibehält und dann auf dem neuen Bug bis zum gewünschten Grad weiter anluvt; bei Starkwind oder heftigen Böen die gefährlichere Variante einer Kursänderung - s.a. Wende |
| Heck | hinteres Ende einer Yacht |
| Heckleine | Leine, die achtern an der Yacht angeschlagen (festgemacht) wird und schräg nach achtern zum Land oder zum Dalben zeigt - im Gegensatz zur Heckspring |
| Heckspring | Leine, die achtern an der Yacht angeschlagen (festgemacht) wird und schräg nach vorn zum Land oder zum Dalben zeigt - Gegensatz zur Heckleine, die auch achtern belegt wird |
| hoch am Wind | Kurs zum Wind mit dem kleinstmöglichen Winkel zum Wind - ist je Yacht unterschiedlich und reicht meistens von 30° bis 50° - bei Traditionsseglern ist oft nur ein Winkel größer als 70° möglich. |
| Höhe gewinnen oder Höhe laufen | Nur mit Segeln kann eine Segelyacht nicht direkt gegen den Wind fahren sondern nur in einem Winkel von 30-50° (bei modernen Segelyachten) gegen den Wind "kreuzen" und somit "Höhe" gegen den Wind gewinnen - also Strecke gegen die Windrichtung gut machen. |
| I | |
| im Päckchen liegen | Eine Yacht hat direkt am Steg / Kai o.ä. festgemacht und eine weitere Yacht macht an dieser Yacht fest = Zweierpäckchen; macht eine dritte Segelyacht an der Zweiten fest = Dreierpäckchen, usw. |
| K | |
| Klampe | dient zum yachtseitigen Belegen von Festmachern, die in Schlingenform (sieht aus wie eine 8) über die Klampe geführt werden; manchmal auch an Land vorhanden. |
| Kopfschlag | verhindert durch Bekneifen das Lösen einer Schot oder eines Festmachers |
| kreuzen | mal mit den Segeln auf der einen Seite, mal auf der anderen Seite gegen den Wind Strecke gewinnen. |
| L | |
| längsseits liegen | längsseits am Steg / Kai liegen |
| laufen lassen | eine Schot, die ein Segel führt, los lassen |
| Lee | die dem Wind abgewandte Seite bzw. die Seite, wo der Wind hin weht |
| Leeleine | die Vor- oder Heckleine, die an der dem Wind abgewandten Seite der Yacht angeschlagen ist |
| Lose raus holen | eine Leine dichter ziehen, so dass sie nicht mehr durch hängt |
| laufendes Gut | zusammen fassender Begriff, unter dem alle Leinen / Schoten verstanden werden, die in irgendeiner Form ein Segel bedienen / führen; z.B. Großfall, Großschot |
| Luv | die dem Wind zugewandte Seite bzw. die Seite, wo der Wind her kommt |
| Luvleine | die Vor- oder Heckleine, die an der dem Wind zugewandten Seite der Yacht angeschlagen ist |
| P | |
| Poller | landseitige Einrichtung zum Festmachen; manchmal auch Synonym für Dalben |
| R | |
| Raumschots | Kurs, bei dem der Wind von schräg achtern einfällt |
| reffen | Segelfläche verkleinern; beim Groß (-segel) durch Einbinden des ersten, zweiten oder dritten Reffs und beim Rollreffvorsegel (-genua) durch Einrollen des Vorsegels |
| Rudergänger | Die- oder derjenige am Ruder |
| S | |
| Schot | Leine, die zum Ende eines Segels (Schothorn) führt und die Segelstellung (Winkel zum Wind) bestimmt. |
| stehendes Gut | zusammen fassender Begriff für alle Wanten und Stagen, die das Rigg der Segelyacht halten |
| Steuerbord | in Fahrtrichtung (vorwärts) rechts |
| V | |
| vor dem Wind | Kurs, bei dem der Wind direkt von achtern kommt |
| Vorleine | Leine, die vorn im Bugbereich an der Yacht angeschlagen (festgemacht) wird und schräg nach vorn zum Land oder zum Dalben zeigt - im Gegensatz zur Vorspring |
| Vorsegel | ein Segel, das vor dem Mast gefahren wird – bspw. Fock, Genua |
| Vorspring | Leine, die vorn im Bugbereich an der Yacht angeschlagen (festgemacht) wird und schräg nach achtern zum Land oder zum Dalben zeigt - Gegensatz zur Vorleine, die auch vorn belegt wird |
| W | |
| Want | Drahtseil, das den Mast seitlich hält (wird wirklich mit "t" am Ende geschrieben) |
| Wende | Kursänderung, bei der die Yacht mit dem Bug "durch den Wind geht" und somit erst einmal anluvt bis sie im Wind steht, die Drehrichtung beibehält und auf dem neuen Bug bis zum gewünschten Grad (Winkel zum Wind) weiter abfällt. |
| Winsch | zylindrischförmige Einrichtung an Bord einer Yacht, die zum Dichtholen eines Segels oder zum kontrollierten Fieren / Öffnen eines Segels dient. Die Schoten werden immer rechts herum im Uhrzeigersinn auf eine Winsch geführt - nie anders herum! |





